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Experimental Reading (2009)


Lecture-Performance, 11.42 Min, Dokumentation: Audiofile auf CD

Die Audio-Arbeit von Lucie Kolb besteht aus einem gelesenen Text und einem Sample aus Franck Leibovicis «Powell opera». Leibovicis Arbeit ist Teil seiner fortlaufenden Serie «Mini-opéra pour non musiciens» und bedient sich Strategien die von Cornelius Cardew, 1969 für dessen Scratch Orchestra entwickelt wurden. Sein Notationsystem, stellt analog zu jenem des Scratch Orchestra durch seine Verständlichkeit für jedermann, die soziale Begrenzung von Kunst und Musik durch spezialisiertes Fachwissen und Erfahrung radikal in Frage. Cornelius Cardew war wie auch Bert Brecht interessiert an partizipatorischen Praktiken, die auf einer marxistischen Herangehensweise oder Ideologie basieren. Der Text behandelt die Marke Brecht, seine partizipatorische, essayistische und politisch engagierte künstlerische Praxis und überprüft Brechts Lehrstück-Theorie. Um Brechts Marxismus, sein Glaube an Utopien, und das utopische Potential von Kunst zu befragen, konzentriert sich die Autorin auf Text als Abstraktion. – radio arthur

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Bild: Anna Frei. «Experimental Reading», 2009 (wie gezeigt an «The Voice and its Double», Corner College, Zürich)